Kalter Krieg
Mit XXL-Kondomen gegen die Rote Armee – die irren Pläne der CIA

Der Kondomplan sollte die Moral der Rotarmisten brechen.

© akg-images/ / Picture Alliance

von Gernot Kramper
20.11.2021, 13:38 Uhr

Mit explosiven Muscheln, gigantischen Präservativen und gefakten Pornoaufnahmen wollte die CIA Feinde des Westens bekämpfen. Doch die verrückten Pläne wollten nie funktionieren.

In der Serie „Mad Men“ wird die große und verrückte Zeit der Werber in den 1960ern dargestellt, doch noch verrückter ging es teilweise in der CIA zu. Die Nachkriegszeit war eine gefühlte Vorkriegsepoche, die Konfrontation mit der UdSSR schien unvermeidbar. Neben der bekannten nuklearen Aufrüstung gab es unzählige Versuche der Geheimdienste, den Gegner zu schwächen. Mit großen Ballons schickten die USA bei günstigem Wind Flugblätter auf die Reise, um die Bevölkerung im Osten „aufzuklären“ beziehungsweise gegen die dortigen Regierungen aufzubringen.

In den frühen 1950 Jahren soll der Direktor Frank Wisner einen vollkommen aberwitzigen Plan ausgebrütet haben. Wisner leitete damals eine getarnte Abteilung zur psychologischen Kriegsführung. Die beschäftigte sich damit, Nachrichten im Ausland zu manipulieren und versuchte auch eine Art von Guerillaarmee hinter dem Eisernen Vorhang aufzustellen, die den Alliierten im entscheidenden Moment mit Aufständen hinter der Front zur Hilfe kommen sollten. Auf diesen Vorläufern beruhten die späteren Geheimarmeen wie etwa Gladio in Italien.

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Konkreter Plan oder nur ein Einfall?

Neben diesen realistischen Planungen stammte von ihm die Idee, besonders große Kondome in die UdSSR einzuschmuggeln beziehungsweise abwerfen zu lassen. Die XXL-Gummis sollten besonders groß…