Impfstoffe
Scharfe Kritik an Begrenzung der Biontech-Auslieferungen

Spritzen für Auffrischungsimpfungen mit Biontech/Pfizer. Foto: Christian Charisius/dpa

© dpa-infocom GmbH

Das Bundesgesundheitsministerium will bei Booster-Impfungen verstärkt auf Moderna und weniger auf das von Biontech setzen. Kritiker sprechen von einer Handbremse und einem schlechten Scherz.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek protestiert gegen eine vom Bundesgesundheitsministerium angekündigte Begrenzung der Biontech-Auslieferungen. Das sei inakzeptabel, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München.

Holetschek, der auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder ist, will dies nun auf die Tagesordnung der für Montag geplanten GMK-Beratungen setzen. «Das muss besprochen und gelöst werden.» Auch Politiker von Grünen und FDP sowie die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierten das Vorhaben.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder betont, dass bis Jahresende genug Impfstoff auch für Auffrischungsimpfungen zur Verfügung stehe. Neben dem Präparat von Biontech/Pfizer solle dafür aber vermehrt das von Moderna eingesetzt werden. Andernfalls drohten eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022 zu verfallen, was aber vermieden werden müsse.

Höchstgrenzen für Biontech-Bestellungen

Für Biontech sollen daher «Höchstbestellmengen» definiert werden, wie es in dem Schreiben heißt. Praxen sollen demnach vorerst maximal 30 Dosen pro Woche bestellen können, Impfzentren und mobile Impfteams 1020 Dosen. Betont wird: «Bestellungen für Moderna-Impfstoff werden keiner Höchstgrenze unterliegen und vollumfänglich beliefert.»

Bund und Länder hätten gemeinsam festgelegt, dass es nun eine große,…