Corona
Spürhunde können Sars-CoV-2 von 15 anderen Erregern trennen

Corona-Spürhündin Bea (Deutscher Schäferhund) schnüffelt in Probenbehältern in der Teststation. Foto: Michael Matthey/dpa

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Eine Studie mit Hunden als Corona-Erschnüffler zeigt: Die Hundenasen können die getesteten Erreger unterscheiden – und zwar anhand von Nebenprodukten, die bei der Infektion entstehen.

Medizinische Spürhunde sind einer Untersuchung zufolge in der Lage, das Coronavirus Sars-CoV-2 mit hoher Genauigkeit von 15 anderen viralen Atemwegserregern zu unterscheiden.

Wie die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) am Freitag mitteilte, zeige die Studie eines internationalen Forscherteams unter Leitung der niedersächsischen Hochschule erstmals, dass die Stoffe, die die Tiere bei Corona-Infizierten riechen, spezifisch für Sars-CoV-2 seien. Den Angaben zufolge riechen die Spürhunde nicht die Viren selbst, sondern flüchtige organische Verbindungen, die bei Stoffwechselvorgängen nach einer Virusinfektion entstehen. Die Forscherinnen und Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift «Frontiers in Medicine».

Proben mit verschiedenen viralen Erregern getestet

«Es ist bekannt, dass infektiöse Atemwegserkrankungen spezifische flüchtige organische Verbindungen freisetzen können, und diese Studie zeigt, dass Hunde diese einzigartigen Muster flüchtiger organischer Verbindungen von Sars-CoV-2 erkennen können», teilte Holger Volk, Professor und Leiter der Klinik für Kleintiere der TiHo, mit.

Für die Studie setzten die Forscherinnen und Forscher zwölf Spürhunde ein, die mit inaktivierten Speichelproben von Corona-Patienten trainiert wurden. Den Tieren wurden Speichel- und Abstrichproben sowie Proben von infizierten Zellkulturen vorgesetzt. Darin enthalten waren verschiedene virale Erreger: Sars-CoV-2,…