Ahrtal
Lieferprobleme bei Heizungen für das Flutgebiet

Ein Installateur baut in einem von der Flutkatastrophe betroffenen Haus eine Fußbodenheizung ein. Foto: Thomas Frey/dpa

© dpa-infocom GmbH

Die tödliche Flutkatastrophe im Ahrtal hat Tausende Häuser beschädigt oder zerstört. Der Bedarf an neuen Heizungen ist gewaltig. Doch manche Flutopfer müssen monatelang darauf warten.

Mit den winterlichen Temperaturen wird für zahlreiche Flutopfer an der Ahr eine Frage immer drängender: Wann bekomme ich wieder eine funktionierende Heizung?

«Natürlich haben wir Kunden, die frieren – die haben keine funktionierende Heizung», sagte der Obermeister der Innung Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) im Kreis Ahrweiler, Frank Wershofen, der Deutschen Presse-Agentur. «Bei den Lieferfristen kommt es auf das Gerät an. Bei mehrmonatigen Fristen sind es Zulieferer-Probleme: Die großen Hersteller von Heizungen bekommen zu wenig Halbleiter. Das ist der internationale Chipmangel», erklärte der Chef eines flutgeschädigten SHK-Betriebs in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz verweist darauf, «fast flächendeckend» im Ahrtal mit Fragebögen unterwegs gewesen zu sein, um den Bedarf an Heizungen zu erfassen. Es seien auch «mobile Einzel- oder Wärmenetz-Übergangslösungen» angeboten worden. Heizungsfirmen in Deutschland lieferten zudem «prioritär in die Flutgebiete». Bei dem Hochwasser am 14. und 15. Juli waren nach extremem Starkregen im Ahrtal 134 Menschen getötet und Tausende Häuser beschädigt oder zerstört worden. Auch anderswo in Deutschland kam es zu Überschwemmungen.

Nach Aussage der Energieagentur geht die Zahl der Nachfragen wegen mangelnder Wärmeversorgung an der Ahr inzwischen zurück. «Wer noch keine winterfeste Wärmelösung hat, kann sich gerne unter unserer Mailadresse bedarf@energieagentur.rlp.de melden»,…