Wohnen
Studie: Sogwirkung von Metropolen in Pandemie schwächer

Die Sogwirkung von Metropolen schwächt sich in der Corona-Pandemie ab. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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Kleinere und mittlere Großstädte punkten bei einem Städteranking mit wirtschaftlicher Dynamik. Dabei spielt auch die Pandemie eine Rolle.

Die Anziehungskraft von Metropolen in Deutschland hat sich einer Studie zufolge in der Corona-Pandemie abgeschwächt.

Manche kleineren und mittleren Großstädte punkten dagegen mit wirtschaftlicher Dynamik, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung von IW Consult in Zusammenarbeit mit dem Internet-Portal Immobilienscout24 und «Wirtschaftswoche» hervorgeht. Von den sieben größten Städten in Deutschland verloren demnach die vier Metropolen Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Berlin in Zeiten von Lockdowns und Home-Office im Corona-Jahr 2020 Einwohner gegenüber 2019.

«Die Menschen zieht es zunehmend ins Umland und in kleinere bis mittlere Großstädte, die vor allem mit ihren Grünflächen, einer hohen Lebensqualität und einer guten Infrastruktur überzeugen können», erläuterte Ralf Weitz, Geschäftsführer von ImmoScout24. Von 2015 bis 2019 waren die Einwohnerzahlen der sieben Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf den Angaben zufolge noch durchschnittlich um 2,2 Prozent gewachsen.

Geringere Zuwanderung aus dem Ausland

Als Ursachen für den Rückgang im Corona-Jahr 2020 nennt die Studie die gebremste Wanderung innerhalb Deutschlands und eine geringere Zuwanderung aus dem Ausland im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich hätten sich die Wohnpräferenzen vieler Menschen durch die Pandemie verschoben.

Wenig Bewegung gab es bei dem jährlichen Ranking allerdings bei der aktuellen…