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„heute wichtig“
„Capital“-Chefredakteur Horst von Buttlar zur MPK: „Wie immer Beschlüsse, die zu spät kamen“

Noch-Kanzlerin Angela Merkel und ihr mutmaßlicher Nachfolger Olaf Scholz verkünden die neuen Corona-Maßnahmen.

© AFP

Im Machtvakuum zwischen scheidender und künftiger Bundesregierung explodieren die Corona-Zahlen. Beim Bund-Ländern-Treffen wurde beschlossen, was eigentlich schon viel früher hätte kommen müssen – und die Zeit nach der Pandemie wird auch verschleppt.

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„Die MPK ist das Comeback des Jahres auf das keiner gewartet hat“, sagt „Capital“-Chefredakteur Horst von Buttlar im Podcast „heute wichtig“ zu den Beschlüssen des Treffens: „Und wie immer hat sie Beschlüsse gefasst, die zu spät kamen.“ Man hätte im Sommer schon Pläne für den Herbst schmieden müssen, so von Buttlar. Coronatechnisch sei die Bundestagswahl zur Unzeit gekommen. „Wir dachten, wir könnten das Land so Richtung Aufbruch und Neustart steuern. Und Corona hatte man nicht auf dem Zettel, aber ein Virus interessiert ja gar nicht, ob gerade eine Regierung abgewählt worden ist, oder nicht.“

Neue Maßnahmen werden nicht sofort greifen

Ab jetzt soll die Hospitalisierungsinzidenz in den einzelnen Bundesländern bestimmen, welche Maßnahmen greifen. Ob 2G, 2G plus oder sogar ein Lockdown verhängt werden kann, hängt davon ab, wie viele Menschen aktuell in den Krankenhäusern aufgenommen werden. Zunächst aber werden die Zahlen wohl weiter steigen. Dabei besorgt ihn nicht nur die aktuelle Corona-Lage – der luftleere Raum des Zeitraums nach der Pandemie verhindert im…