Die österreichische Regierung hat wegen der Corona-Pandemie einen weiteren Lockdown und eine allgemeine Impflicht auf den Weg gebracht. Das kündigte Bundeskanzler Alexander Schallenberg an. Trotz aller Überzeugungsarbeit und Kampagnen hätten sich zu wenige Menschen impfen lassen, sagte Schallenberg. Daher werde es ab 1. Februar 2022 zu einer allgemeinen Impfpflicht kommen. Bei Verstößen drohten Verwaltungsstrafen. „Wir wollen keine fünfte Welle, wir wollen keine sechste und siebte Welle“, so Schallenberg. Das Virus werde nicht weggehen, sondern bleiben.

Weitreichende Ausgangsbeschränkungen

Der Lockdown, der am Montag beginne, werde nach zehn Tagen bewertet und höchstens 20 Tage dauern. Die Bürger dürfen dann ihr Zuhause nur für dringende Einkäufe oder Erledigungen verlassen, ebenso um zur Arbeit zu gehen oder sich im Freien zu bewegen. Lokale und die meisten Geschäfte müssen schließen.

Alle Eltern sind aufgerufen, ihre Kinder wenn möglich nicht zum Unterricht zu schicken. Für Familien ohne Betreuungsmöglichkeit bleiben die Schulen aber offen. Spätestens am 13. Dezember sei für Geimpfte und Genesene der Lockdown vorbei, sagte Schallenberg. Dann soll wieder die 2G-Regel gelten.

Salzburg und Oberösterreich besonders betroffen

Die Sieben-Tage-Inzidenz steht in Österreich bei knapp 1000. Seit mehr als einer Woche werden täglich mehr als 10.000 neue Infektionen gemeldet. Kliniken gelangen an ihre Kapazitätsgrenzen, vor allem in Salzburg und Oberösterreich, wo in sieben Tagen mehr als 1500 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registriert wurden.

In Österreich liegt die COVID-19-Impfquote bei 66 Prozent (Archivbild)

Zu den bisherigen Maßnahmen zählte eine 3G-Regel am Arbeitsplatz: Die Beschäftigten müssen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. In der vergangenen Woche folgte die 2G-Regel für Veranstaltungen, Gastronomie und Tourismus, die Ungeimpften den Zutritt zu weiten Bereichen in der Freizeit verwehrte.

Der Regierungschef und…