In der Impfdebatte um Joshua Kimmich wird der Ton schärfer: Die Bundesländer wollen am liebsten die 2G-Regel für Fußballprofis einführen. Aber ist eine Aussperrung von ungeimpften Berufssportlern rechtlich möglich? 

 In der hochemotionalen Impfdebatte wollen die Länderchefs unwillige Fußballprofis nun am liebsten ins Abseits stellen. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sind sich einig: Auf dem Platz soll gelten, was auf den Rängen in einigen Stadien an diesem Wochenende Pflicht ist: 2G. Sie appellieren an Vernunft und Solidarität mit den geimpften Anhängerinnen und Anhänger. „Das wäre ein Riesensignal, dass eine Identität zwischen Fans und Spielern herrscht“, betonte Bayerns Landeschef Markus Söder am Freitag in München: „Denn die Fans im Stadion müssen viel auf sich nehmen und für die Fans sind die Fußballspieler da.“

Stars wie Joshua Kimmich, der Bedenken gegen die Impfung hat und am Freitag schon wieder nicht beim Training des FC Bayern wegen einer Selbstisolation mitmachen konnte, sollen als Impf-Beispiel im Kampf gegen die alarmierenden Rekordzahlen in der Corona-Pandemie vorangehen – wenn nicht aus Überzeugung halt unter Zwang. Wer sich nicht als genesen oder geimpft ausweisen kann, wäre dann raus.

Corona-Impfung
Neun Menschen erzählen, warum sie sich nicht impfen lassen

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Ella Kaçavenda, 35, Yogalehrerin aus Essen
„Eine generelle Impfgegnerin bin ich nicht. Vor drei Wochen erst habe ich mich gegen Tetanus impfen lassen. Ich weiß, dass in meiner Altersklasse von 10.000 mit Covid-19 infizierten Menschen im Schnitt nur drei sterben. Dieses Risiko halte ich für vertretbar, denn ich kenne meinen Körper und vertraue auf mein gutes Immunsystem. Über meine Zweifel an den Impfungen spreche ich stets offen. In meinem Freundeskreis halten wir diese Spannungen gut aus. Das würde ich mir auch für den…