Bayern verhängt in der vierten Welle der Coronavirus-Pandemie ab kommender Woche einen Lockdown für Ungeimpfte und in Hotspots sogar für alle Bürger. „Wir müssen handeln“, sagte Ministerpräsident Markus Söder in München unter Verweis auf die hohen Infektionen im Freistaat, wo die Impfquote deutlich niedriger als in anderen Bundesländern ist. Es werde wieder Kontaktbeschränkungen geben – „ein De-facto-Lockdown für Ungeimpfte im ganzen Land“.

Bars, Clubs und Diskotheken machen dicht

Maximal fünf Ungeimpfte aus zwei Haushalten dürften sich dann noch treffen. Besonders gefährdete Bereiche würden wieder dichtgemacht – darunter Bars, Clubs und Diskotheken. Auch Weihnachtsmärkte seien davon betroffen, würden aber Wirtschaftshilfen erhalten.

Bayern begründete die Maßnahmen, die zunächst bis Mitte Dezember gelten sollen, mit dem drohenden Kollaps des Gesundheitssystems. Die 2G- und 2G-Plus-Regeln, die Ungeimpfte bereits ausschließen, sollen nochmal verschärft werden. In der Gastronomie sei eine Sperrstunde von 22 Uhr geplant, im Handel dürfe es nur einen Kunden pro zehn Quadratmeter geben. Dafür werde die epidemische Notlage festgestellt.

„Es braucht eine harte Notbremse“

In Hotspots mit einer Inzidenz von mindestens 1000 – derzeit sind das acht Landkreise in Bayern – sollen für drei Wochen noch umfangreichere Beschränkungen für alle Bürger gelten. „Hier reichen die vorhandenen Maßnahmen nicht aus. Hier braucht es eine harte Notbremse“, sagte Söder. Das bedeute Schließungen für Hotels, Gastronomie, Frisöre, Kultur- und Sportveranstaltungen. Er forderte alle Bürger erneut auf, sich impfen zu lassen. In Bayern liege die Inzidenz bei Ungeimpften bei 1500, bei Geimpften bei 110. 90 Prozent der Intensivbetten seien von Ungeimpften belegt. Die Lage sei erdrückend und spitze sich noch zu.

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