Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gehört zu den Befürwortern strenger Corona-Maßnahmen. Trotzdem sind in seinem Bundesland die Infektionszahlen besonders hoch. Bei Maischberger windet sich Söder dazu: Andere machten auch Fehler.

Von Andrea Zschocher

Markus Söder hat eine Antwort auf jede Frage, auch wenn die nicht immer zufriedenstellend oder überhaupt wirklich mit Inhalt gefüllt ist. Dann ist es die Aufgabe der Journalistin weiter nachzubohren, sich nicht abwimmeln zu lassen. Genau das hat Sandra Maischberger in ihrer Sendung „Maischberger. Die Woche“ am Mittwochabend getan. Das Ergebnis aller Antworten des Abends stark verkürzt: Alle anderen machen auch nicht alles gut. Oder, um es mit Söders Worten auszudrücken: „Ich habe nicht gesagt, dass wir [in Bayern] alles richtig machen, aber Sie sagen, wir machen alles falsch“. Und das stimme eben nicht.

Höchste Corona-Zahlen: Fünf Landkreise in Bayern

Der bayrische Ministerpräsident war nicht persönlich im Studio, sondern entgegen anders lautender Verabredungen spontan doch nur per Video zugeschaltet. Der Grund: Es sei in diesen Tagen ja nicht so einfach, irgendwo persönlich zu erscheinen. Das mag für den Ministerpräsidenten stimmen, für viele Millionen Deutsche tut es das nur bedingt. Denn die müssen, trotz Höchstständen bei den Inzidenzen, anwesend sein – am Arbeitsort oder in der Schule.

Nun befinden sich fünf der insgesamt neun Landkreise mit den höchsten Inzidenzzahlen in Bayern. Als Erklärung für diesen Umstand verwies Söder zunächst darauf, dass ja auch andere Regionen Deutschlands mit hohen Zahlen zu kämpfen hätten. Auf Maischbergers vehementes Nachfragen räumte Söder ein, dass die Impfbereitschaft in den betroffenen Gebieten generell nicht besonders hoch sei, es würden dort aber auch viele Querdenker und Esoteriker leben.

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