Industrie- und Stahlkonzern
Thyssenkrupp sieht «Trendwende»

Martina Merz, Vorstandsvorsitzende von Thyssenkrupp, kommt zur Bilanzpressekonferenz des Konzerns. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

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Thyssenkrupp-Chefin Merz sieht beim Umbau ihres Unternehmens endlich Licht und spricht von einer «erkennbaren Trendwende». Schon im laufenden Geschäftsjahr soll sich das in den Zahlen widerspiegeln.

Der Industrie- und Stahlkonzern Thyssenkrupp hat die Talsohle durchschritten und das vergangene Geschäftsjahr mit einer deutlichen Verbesserung bei Umsatz und Ertrag abgeschlossen.

«Nach gut zwei Jahren intensiver Transformation können wir heute sagen: Die Trendwende ist erkennbar, es geht in die richtige Richtung bei Thyssenkrupp», sagte die Vorstandsvorsitzende Martina Merz in Essen. Trotzdem blieben vor allem wegen des Halbleitermangels und der Corona-Pandemie noch große Herausforderungen.

Große Hoffnungen setzt die 58-jährige Maschinenbau-Ingenieurin auf eine «grüne Transformation» des Konzerns. «Allein mit unseren Ansätzen für eine grüne Stahlproduktion können wir einen erheblichen Beitrag zur Verringerung klimaschädlicher Emissionen leisten.» Bei den Themen erneuerbare Energieerzeugung, Elektromobilität oder klimaneutral hergestellter Wasserstoff sei man sehr gut aufgestellt, betonte sie. So sei Thyssenkrupp etwa Weltmarktführer bei Großwälzlagern, die in Windkraftanlagen zum Einsatz kommen.

Auch bei Wasserstoff spiele man eine wichtige Rolle. Merz rechnet für nachhaltig erzeugten Wasserstoff in den nächsten Jahren mit einem großen Wachstumsmarkt. Mit Technologien für Wasserelektrolyse und Herstellung von «grünen» Chemikalien verfüge Thyssenkrupp über sehr gute Voraussetzungen, vom erwarteten Boom zu profitieren. Es gebe nur wenige Anbieter weltweit, die schon heute Wasserstoff in großem Maßstab produzieren…