Pandemie-Auswirkungen
Deutsche Brauereien kündigen deutliche Preiserhöhung an – Wie teuer ein Glas Bier werden könnte

Die Kosten für Brauereien steigen deutlich – mit Auswirkungen auf den Bierpreis (Symbolfoto)

© Rainer Jensen / DPA

Die Auswirkungen der Pandemie machen sich durch steigende Kosten in vielen Bereichen des Lebens bemerkbar. Nun trifft es auch das Bier: Deutsche Brauereien haben deutliche Preiserhöhungen angekündigt. 

Schlechte Nachrichten für Millionen Biertrinker: Pils, Export und Weizen werden voraussichtlich schon bald teurer. Gleich drei führende deutsche Brauereien – die Radeberger Gruppe, Krombacher und Veltins – wollen ihre Preise für die Gastronomie und den Handel im nächsten Frühjahr spürbar erhöhen, wie sie der dpa bestätigten. Auch die Bitburger Braugruppe will ihr Bier im kommenden Jahr teurer machen. Zuvor hatte der Branchendienst „GetränkeNews“ über die Pläne berichtet.

Massive Kostensteigerungen machen Bier teurer

Deutschlands größte Brauereigruppe Radeberger begründete den Schritt mit Kostensteigerungen. „Neben massiven Umsatz– und Ertragsverlusten in den 18 Monaten der Pandemie fallen nun in allen Unternehmen weitere ganz massive Kostensteigerungen für Energie, Logistik, Leergut sowie Roh–, Hilfs– und Betriebsstoffe an“, betonte eine Unternehmenssprecherin. Diese Kostenerhöhungen ließen sich nicht mehr über reine Effizienzsteigerungen ausgleichen. Daher müssten die Abgabepreise erhöht werden.

Ein Veltins-Sprecher verwies darauf, dass allein im Energiebereich die Kosten in den vergangenen drei Jahren um über 150 Prozent gestiegen seien. „Das ist nicht mehr aufzufangen“, sagte er. Die geplante Preiserhöhung gelte deshalb für die Gastronomie ebenso wie für den Einzelhandel. Krombacher verwies darauf, dass die letzte große Preisanpassung immerhin drei Jahre zurückliege.