Corona-Pandemie
Experten: Boostern essenziell in der vierten Welle

Eine Frau bereitet im Impfzentrum Coburg Spritzen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer vor. Foto: Nicolas Armer/dpa

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Ein Berliner Wissenschaftler modelliert mögliche Effekte von Booster-Impfungen. Die Ergebnisse geben Hoffnung – genügend Impfkapazitäten vorausgesetzt.

Auffrischungsimpfungen auf breiter Front können nach Ansicht eines Berliner Corona-Modellierers den Trend der stark steigenden Corona-Zahlen umkehren.

«Wir sehen in den Simulationen deutlich infektionsreduzierende Effekte, sobald circa 30 Prozent der Bevölkerung den Booster erhalten haben», sagte Kai Nagel von der Technischen Universität Berlin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Voraussetzung dafür sei, entsprechende Impfkapazitäten zu schaffen. «Optimalerweise würden wir wieder, wie im Sommer, mindestens ein Prozent der Bevölkerung pro Tag mit dem Booster impfen. Wenn wir diese 30 Prozent deutlich vor Weihnachten schaffen, dann bestehen Aussichten auf sinkende Inzidenzen zu Weihnachten.» Bislang haben in Deutschland rund fünf Prozent der Menschen eine Auffrischungsimpfung erhalten.

In eine ähnliche Kerbe wie Nagel schlägt Christian Karagiannidis, Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Eine Million Auffrischimpfungen pro Tag wären nötig, um die Ausbreitung des Virus deutlich zu reduzieren, sagte Karagiannidis im am Dienstagabend ausgestrahlten NDR-Podcast «Das Coronavirus-Update». «Davon sind wir im Moment weit entfernt.» Einen Effekt der Booster-Impfungen könne man aber frühestens in vier Wochen erwarten. Er gehe davon aus, dass die vierte Welle erst im Frühjahr nächsten Jahres auslaufen werde.

dpa

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