Kampf gegen Pandemie
2G, 2G plus, Krankenhausbelegung – so sehen die künftigen Coronamaßnahmen aus

Olaf Scholz (M.), Angela Merkel und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst nach Vorstellung ihrer Corona-Maßnahmen

© Michael Kappeler  / DPA

Die Corona-Infektionszahlen steigen wieder gewaltig, vor allem auf Ungeimpfte kommen jetzt neue Regeln zu. Geändert wird auch der Maßstab, anhand dessen 2G oder 2G plus gelten wird. Reicht das, um das Schlimmste zu verhindern?

Angesichts der immer bedrohlicheren Corona-Welle mit Rekord-Infektionszahlen kommen neue Alltagsauflagen auf Millionen Bürger zu. Weitreichende praktische Folgen könnten die Beschlüsse von Bundestag, Bundesländern und Bundesregierung für Ungeimpfte haben. So sollen dort, wo eine bestimmte Anzahl an Corona-Patienten ins Krankenhaus eingewiesen wird, nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Freizeitveranstaltungen, Gastronomie und Hotels haben (2G). Einige Bundesländer haben solche Regelungen bereits.

Bundesrat muss Corona-Maßnahmen absegnen

Der Bundestag beschloss außerdem Pläne von SPD, FDP und Grünen, die 3G-Vorgaben am Arbeitsplatz, in Bussen und Bahnen vorsehen – die Zustimmung des Bundesrats am Freitag blieb wegen zuvor geäußerten Vorbehalten in der Union aber offen. Die Bundesländer baten den Bund, in bestimmten Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen eine Impfpflicht für alle einzuführen, die Kontakt zu besonders gefährdeten Personen haben.

„Es ist wirklich absolute Zeit zum Handeln“, mahnte die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eindringlich. Sie sprach von einer dramatischen und „wirklich besorgniserregenden“ Infektionssituation. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz kündigte für den Winter „einschneidende Maßnahmen“ an. Es gelte nun, als Land zusammenzuhalten. Bisher Nicht-Geimpfte sollten sich „einen Ruck“ geben und sich impfen…