Die Ermittlungen zum Vorfall am Set von „Rust“ im US-Bundesstaat New Mexico, bei dem Schauspieler und Produzent Alec Baldwin am 21. Oktober seine Kamerafrau Halyna Hutchins tödlich verletzte und Regisseur Joel Souza an der Schulter traf, laufen noch. Die Skript-Aufseherin Mamie Mitchell, die bei dem Western „Rust“ mitarbeitete, hat in Los Angeles eine Klage eingereicht. Demnach seien am Set viele Sicherheitsvorkehrungen missachtet worden.

Unter keinen Umständen hätte scharfe Munition am Drehort sein dürfen. Baldwin habe es unterlassen, selber zu prüfen, ob die angereichte Waffe ungefährlich war. Star-Anwältin Gloria Allred warf dem Star fahrlässiges Verhalten vor. Baldwin habe „Russisches Roulette“ gespielt, als er die Waffe bediente, ohne sie zuvor zu prüfen. 

Außerdem läuft gegen den US-Schauspieler eine Hetzkampagne, während der Tathergang noch weiter untersucht wird.

Anfeindungen gegen Baldwin

In den vergangenen Wochen wurden Baldwin, seine Frau und deren Kinder in Vermont von Reportern verfolgt. „Ich kann keine Fragen zu den Ermittlungen beantworten, das kann ich nicht“, sagte der US-Schauspieler zu den Paparazzi, nachdem er am Straßenrand angehalten hatte. „Die Ermittlungen laufen. Eine Frau ist gestorben. Sie war meine Freundin“, wird Baldwin vom US-TV-Sender ABC News zitiert.

Baldwin, der für seine Nebenrolle in „The Cooler – Alles auf Liebe“ 2004 für den Oscar nominiert war und in Blockbustern wie „Beetlejuice“ und Serienhits wie „30 Rock“ mitspielte, parodierte in den vergangenen Jahren bei „Saturday Night Life“ immer wieder Ex-US-Präsident Donald Trump und verglich ihn sogar einmal mit Hitler.  

Alec Baldwin in seiner Paraderolle als Donald Trump

Anfeindungen von rechts 

Das machte den Mann aus Hollywood nach der Schießerei zur Zielscheibe der Rechten. Donald Trump Jr. etwa zog über Baldwin her, indem er im Internet T-Shirts mit der Aufschrift „Guns don’t kill people, Alec Baldwin kills people“ (zu Deutsch: Nicht Waffen…