Tarife
Beschäftigte des öffentlichen Diensts weiter im Warnstreik

Teilnehmer am Warnstreik und an der Demonstration von Beschäftigten der Berliner Bürger- und Ordnungsämter und bei der Polizei demonstrieren und streiken im Lustgarten unweit des Berliner Doms. Foto: Paul Zinken/dpa

© dpa-infocom GmbH

Auch am Mittwoch legen in NRW mehrere hundert Beschäftigte des öffentlichen Dienstes die Arbeit nieder. Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften im Tarifstreit den Druck auf die Länder erhöhen.

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes setzen hunderte Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen ihre Warnstreiks fort. Sie wollen damit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Neben dem Personal der Universitätskliniken in Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf und Essen beteiligten sich am Mittwoch auch Beschäftigte der Universität Duisburg-Essen, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und des Justizvollzugskrankenhauses NRW in Fröndenberg/Ruhr am teils ganztägigen Ausstand.

Insgesamt legten allein in NRW rund 1600 Beschäftigte die Arbeit nieder, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Mittag mit. Auch in Berlin und Niedersachsen waren Warnstreiks angekündigt.

Notdienste in Krankenhäusern vereinbart

Zu den Warnstreiks hatten die Gewerkschaften aufgerufen. Bereits in der vergangenen Woche und am Dienstag hatten jeweils rund 2000 Tarifbeschäftigte mit Warnstreiks, unter anderem an den zahlreichen NRW-Unikliniken, auf ihre Probleme aufmerksam gemacht. Die Gewerkschaften haben mit den bestreikten Krankenhäusern jeweils Notdienstvereinbarungen getroffen, um das Patientenwohl – zumal angesichts der rapide steigenden Corona-Zahlen – nicht zu gefährden. Gleichwohl mussten erneut zahlreiche nicht notwendige Operationen verschoben werden. Einige Stationen waren komplett geschlossen.