Tod eines Fußballers
Sie nannten ihn Mucki: Vor 30 Jahren starb Sturm-Talent Maurice Banach

Im Halbfinale um den DFB-Pokal 1990/91 kämpfen Maurice Banach vom 1. FC Köln (r.) und Michael Tarnat vom MSV Duisburg um den Ball.

© Oliver Multhaup / DPA

Im Alter von 24 Jahren verunglückte der Stürmer Maurice Banach tödlich. Im Fußball galt er als hoffnungsvolles Talent mit einem baldigen Platz in der Nationalmannschaft. Kollegen und Trainer erinnern sich zum 30. Todestag.

Erich Rutemöller ist auch nach 30 Jahren immer noch hoch emotional. „Immer, wenn ich an der Unfallstelle vorbeifahre, spreche ich ein kleines Gebet“, erzählt der langjährige Bundesliga-Trainer: „Immer noch, nach all den Jahren.“

Die betreffende Unfallstelle liegt auf der A1 in Höhe Remscheid. Hier verunglückte am Mittwoch vor 30 Jahren der Fußball-Profi Maurice Banach im Alter von 24 Jahren tödlich. Am 17. November 1991 war der Wagen des Stürmers vom 1. FC Köln ausgebrochen, gegen eine Brückenwand geprallt und sofort in Flammen aufgegangen. Banach hinterließ eine Frau und zwei Söhne, drei Jahre und neun Monate alt.

In dem dieser Tage erschienenen Buch „Maurice Banach: Sie nannten ihn Mucki“ haben die Autoren Ralf Friedrichs und Thomas Reinscheid mit vielen Weggefährten gesprochen. Besonders bewegend sind die Erzählungen der Witwe Claudia Weigl-Banach. Ihr Mann sei an diesem Morgen von der Heimatstadt Münster aus zum Training nach Köln losgefahren. Normalerweise seien sie und die beiden Söhne immer mitgekommen. „Ich fahre allein zum Training, bleibt ihr ruhig hier. Bin heute Mittag wieder hier“, habe er an diesem Morgen gesagt. Es waren seine letzten Worte an die Familie.

„Quasi Thomas Müller und Robert Lewandowski in einer Person“

Auch die sportlichen Weggefährten erzählen von einem Menschen, den alle mochten. „Er war unsere Stimmungskanone,…