Kampf gegen Covid-19
Stiko-Chef deutet Ausweitung der Booster-Empfehlung an

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission Thomas Mertens. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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Auffrischungsimpfungen werden als probates Mittel gesehen, die vierte Corona-Welle zu brechen. Laut Stiko-Chef Thomas Mertens werde es nicht lange dauern, bis es für Menschen ab 18 Jahren empfohlen werde.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat eine baldige Ausweitung der Empfehlung für Corona-Auffrischungsimpfungen in Aussicht gestellt.

Die Stiko werde am Mittwoch «über die nächste, sozusagen die fortgeschriebene Empfehlung beraten, und das wird nicht lange dauern, und dann wird die jetzt von Ihnen reklamierte Empfehlung auch kommen», sagte Mertens gestern Abend auf eine entsprechende Frage in der ZDF-Sendung «Markus Lanz». Bislang empfiehlt das Gremium eine Auffrischungsimpfung unter anderem Menschen ab 70 Jahren. Auf Nachfrage machte Mertens klar, dass die Empfehlung «bis 18» gesenkt werden könnte.

Schon jetzt rät die Stiko zudem Menschen mit Immunschwäche, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal zum Booster. Vergangene Woche hatte das Gremium in einer Stellungnahme eine «zeitnahe» Aktualisierung seiner Empfehlungen auch mit Blick auf Auffrischungsimpfungen angekündigt. Schon da hieß es, es sei aus immunologischen und infektionsepidemiologischen Gründen sinnvoll, über die bisherige Empfehlung hinaus mittelfristig auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten. Dabei solle «soweit wie möglich nach absteigendem Lebensalter vorgegangen werden».

Nur elf Prozent bisher eine Booster-Impfung erhalten

Mertens betonte in der ZDF-Sendung, dass im Augenblick nur etwa elf Prozent der über 60-Jährigen eine Booster-Impfung bekommen hätten….