Nachdem Indien im Oktober durch einen Sieg über Nepal zum achten Mal die Südasienmeisterschaft geholt hatte, schlug Cheftrainer Igor Stimac große Töne an. Es sei nicht mehr das Ziel, regionale Turniere zu gewinnen, sondern eine Kraft im asiatischen Fußball zu werden, betonte der 54-Jähtrige. Bisher ist das Indiens Fußball noch nicht, aber in den vergangenen zehn Jahren hat sich doch einiges getan.

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 belegte Indien in seiner Fünfergruppe den dritten Platz hinter Katar und Oman. Auch im Jugendbereich gibt es ermutigende Anzeichen: Die U23-Auswahl landete bei der Qualifikation zur Asienmeisterschaft im Oktober vor Oman und Kirgisistan. Auf Vereinsebene schaffte der Goa FC 2021 als erster Verein des Landes die Teilnahme an der Gruppenphase der AFC Champions League, wo man als Dritter ausschied.

„Indien hat in den letzten fünf Jahren große Fortschritte gemacht“, sagte Parth Jindal, Geschäftsführer des indischen Super-League-Vereins Bengaluru FC, der DW. „Das erste Ziel muss es sein, in die Top Ten Asiens zu kommen und dann mit Ländern wie Japan, Südkorea, Australien und dem Iran zu konkurrieren.“ Im Oktober 2021 stand Indien auf Platz 106 der FIFA-Weltrangliste und war damit 19. der 46 asiatischen Nationen.

Der ehemalige kroatische Verteidiger Igor Stimac übernimmt 2019 das Amt des Trainers der indischen Nationalmannschaft

Die indische Super League

Die heimische Szene hat sich verändert. Im Jahr 2019 beschloss der indische Fußballverband (AIFF), dass die indische Super League (ISL) die I-League als höchste nationale Spielklasse ablösen soll. Die ISL war fünf Jahre zuvor als eigenständiger Wettbewerb mit acht Mannschaften ins Leben gerufen worden. Internationale Topstars wie die Weltmeister Alessandro Del Piero und Robert Pires wurden verpflichtet, um für Glamour und Aufmerksamkeit zu sorgen. Damit konnte die relativ unauffällige I-League nicht mithalten.

„Die ISL hat uns eine Menge Geld und Investitionen…