Betrugsvorwurf
Bei iranischer Frauen-Fußballnationalelf soll ein Mann im Tor gestanden haben

Die iranische Fußballerin Zohreh Koudaei steht im Verdacht, biologisch Mann zu sein

© Talibjan Kosimov / Picture Alliance

Der Verdacht existiert schon länger: In einem entscheidenden Spiel gegen Jordanien soll ein Mann das Tor der iranischen Frauen-Nationalelf gehütet haben. Der jordanische Verband fordert öffentlich Aufklärung.

Der Verdacht ist schon länger in der Welt: In der Frauen-Nationalelf des Iran soll mindestens ein Mann in der Qualifikation zur Asienmeisterschaft (Women Asia Cup) mitgespielt haben – und zwar als Torhüterin. Das behauptet der jordanische Fußball-Verband in einem Brief an den asiatischen Kontinental-Verband AFC und fordert, den Vorwurf zu überprüfen.

Der Hintergrund ist, dass die jordanischen Frauen das entscheidende Qualifikationsspiel zur Asienmeisterschaft gegen Iran im Elfmeterschießen verloren – zwei Strafstöße wurden dabei von Zohreh Koudaei pariert, die aber in Wahrheit biologisch ein Mann sein soll. Schon unmittelbar nach dem Spiel im vergangenen September legte der jordanische Fußball-Verband Beschwerde ein, doch der AFC reagierte nicht. Deshalb wiederholten die Jordanier ihren Vorwurf nun und machten den Beschwerdebrief auf Twitter öffentlich, wo ihn der jordanische Verbandspräsident Ale Al Hussein teilte.

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