Studie
Greenpeace sieht große Waldschäden nach Extremsommern

Baumstämme auf einem Polter in einem Wald auf einer Kammlage im Erzgebirge. Foto: Jan Woitas/dpa

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Einer Greenpeace-Studie zufolge ist es allein zwischen 2018 und 2020 auf einer Fläche von fast 12.000 Quadratkilometern zur Vitalitätsabnahme gekommen – die Organisation spricht von einem «historischen Ausmaß».

Die jüngsten Extremsommer sind nach einer Studie der Umweltorganisation Greenpeace mit erheblichen Schäden in den deutschen Wäldern einhergegangen.

Allein zwischen 2018 und 2020 sei es auf einer Fläche von fast 12.000 Quadratkilometern zur Abnahme der Vitalität gekommen, heißt es in der am Dienstag in Hamburg vorgelegten Studie «Der Wald in Deutschland auf dem Weg in die Heißzeit». Dies entspreche etwa sieben Prozent der betrachteten Waldfläche – oder der 13-fachen Fläche des Bundeslandes Berlin. Greenpeace spricht in der Studie von einem «Baumvitalitätsverlust historischen Ausmaßes», bei dem auch viele Bäume abgestorben und die entsprechenden Bestände großflächig kahlgeschlagen worden seien.

Eine Mitverantwortung sehen die Autorinnen und Autoren der Studie bei der Forstwirtschaft. Nicht allein die Dürre im Boden sei dafür entscheidend gewesen, ob Bäume in den Extremjahren geschädigt wurden oder sogar abstarben. «Vielmehr spielte die Ausgangssituation der Waldbestände, die durch ihre waldbauliche Behandlung in der Vergangenheit geprägt ist, eine entscheidende Rolle», heißt es in dem Gutachten, das für Greenpeace vom Centre for Econics and Ecosystem Management in Eberswalde erarbeitet wurde. Die Datenanalyse lasse vermuten, «dass – wenn es in Deutschland größere, dichtere und weniger intensiv bewirtschaftete Laubwälder gegeben hätte und frühzeitig mehr Nadelbaummonokulturen entsprechend umgewandelt worden wären – die Waldlandschaften in…