Belarussische Grenzkrise
Neue Eskalationsstufe: Polen setzt Wasserwerfer ein – Migranten werfen mit Steinen

Ein Mann wirft einen Stein in Richtung Grenze – im Hintergrund liegt der Nebel der polnischen Wasserwerfer in der Luft

© Leonid Shcheglov / AFP

An der polnisch-belarussischen Grenze spitzt sich die Lage dramatisch zu. Polen setzte Wasserwerfer gegen die an der Grenze ausharrenden Menschen ein – von der anderen Seite flogen Steine.

Polnische Sicherheitskräfte haben an der Grenze zu Belarus Wasserwerfer gegen die Migranten eingesetzt, die seit Montag am Übergang Kuznica-Brusgi auf der belarussischen Seite ausharren. Sowohl des belarussische Staatsfernsehen als auch das polnische Verteidigungsministerium zeigten den Einsatz am Dienstag in verschiedenen Videosequenzen.

Das Ministerium in Warschau sprach von einem „Angriff der Migranten“ am Grenzübergang Kuznica. Die Menschen seien von der belarussischen Seite mit Knallgranaten und Tränengas ausgestattet worden, sagte ein Sprecher der polnischen Polizei. Sie hätten die Beamten auch mit Steinen beworfen. Ein Polizist sei von einem Wurfgegenstand verletzt und mit Verdacht auf Schädelbruch ins Krankenhaus gebracht worden. Die Situation sei mittlerweile unter Kontrolle.

„Unsere Soldaten und Beamten haben ihre Aufgabe perfekt ausgeführt. Die erste Welle der Angriffe auf die Grenze wurde gestoppt“, schrieb der Sprecher des Koordinators der Geheimdienste, Stanislaw Zaryn, auf Twitter.

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In den belarussischen Aufnahmen war ebenfalls zu sehen, wie Migranten Steine auf die polnischen Sicherheitskräfte warfen. Unbestätigten Berichten zufolge soll von polnischer Seite auch Tränengas eingesetzt worden sein. Polen lässt keine Medien für eine Berichterstattung aus der Grenzregion zu.

Nach…