Pressestimmen

Pandemie in Deutschland
„Wie drei bockige Kinder“: das laute Medienecho zur Corona-Politik der Ampel-Parteien

Von links: Grünen-Co-Vorsitzende Annalena Baerbock, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und FDP-Chef Christian Lindner

© Jens Schlueter / Getty Images

Das Coronavirus wütet, und die möglichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP schärfen ihren Kurs nach. Zu spät und zu mutlos, urteilen Kommentatoren. Die Pressestimmen.

Teil-Lockdown für Ungeimpfte und eine Testpflicht in Bus und Bahn – so wollen SPD, Grüne und FDP ihre Corona-Pläne nachbessern (lesen Sie hier mehr dazu). Offen ist, ob die Krise so entschärft werden kann. „Entschiedenheit geht anders“, kommentieren etwa die „Westfälischen Nachrichten“. Die „Allgemeine Zeitung“ moniert, dass die Ampel-Parteien „komplett auf dem Holzweg“ seien. Sie hätten sich „in einer rein juristischen Betrachtung der Pandemie verrannt“, meint die „Frankfurter Rundschau“, doch nun „richtigerweise eine Kehrtwende vollzogen“. 

„Viel soll, wenig muss“

„Südwest Presse“ (Ulm): „Angela Merkel (CDU) regiert noch im Kanzleramt und Olaf Scholz (SPD) noch nicht. Diese Zwischenwelt des Regierens ist ein Problem. Der Eindruck wird verstärkt durch die Bundesländer, die zwar Maßnahmen ergreifen könnten, sich aber aus vielen Gründen nicht dazu entschließen wollen. Anfang Juli haben die Gesundheitsminister zum ersten Mal darauf hingewiesen, dass nun Auffrisch-Impfungen notwendig werden. Es war Pech, dass dazwischen eine Bundestagswahl lag, und es war Versagen, dass sich keiner so richtig verantwortlich fühlte.“

„Neue Osnabrücker Zeitung“: „SPD-Kanzlerkandidat Scholz traute sich im Wahlkampf nicht, die Impfskeptiker in die Pflicht zu nehmen, und er blieb nach der Wahl viel zu lange stumm. Schon im Sommer hätte ein Stichtag für einen Lockdown nur für die…