Mehr Corona-Schutz am Arbeitsplatz: das ist das Ziel der neuen 3G-Regel. Außerdem sollen wieder mehr Mitarbeiter ins Homeoffice. Ein Überblick.

Die neue 3G-Regel am Arbeitsplatz nimmt immer konkretere Formen an. Sie hat Folgen vor allem für Ungeimpfte. Das Ziel: Die Gefahr einer Weiterverbreitung des Coronavirus in Betrieben soll verringert werden.

Im Zuge von Änderungen am Infektionsschutzgesetz sind wesentliche Neuregelungen geplant.

Was müssen Beschäftigte künftig vorlegen?

Zugang zu einem Betrieb sollen künftig Beschäftigte nur dann erhalten, wenn sie geimpft, genesen oder aktuell getestet sind. Geimpfte und Genesene müssen das mit entsprechenden Dokumenten belegen – das sind zum Beispiel der gelbe Impfpass, das Impfzertifikat über eine App oder ein Genesenennachweis.

Ungeimpfte und ungenesene Beschäftigte, die nicht von zu Hause arbeiten können oder wollen, müssen dem Arbeitgeber laut Entwurf der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP voraussichtlich alle 24 Stunden ein negatives Schnelltestergebnis vorlegen. Dabei soll der Beschäftigte dafür verantwortlich sein, das Testzertifikat zu besorgen – etwa indem er vor Arbeitsbeginn einen Bürgertest macht.

Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht, hält es auch für denkbar, dass Beschäftigte einen Schnelltest vor den Augen des Arbeitgebers machen. Bei größeren Arbeitgebern könnte es sein, dass diese eigene Testzentren für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eröffnen. PCR-Testergebnisse haben eine längere Halbwertszeit – sie müssen laut Entwurf alle 48 Stunden aufgefrischt werden.

Die 3G-Regel am Arbeitsplatz soll bis zum 19. März 2022 gelten, der Bundestag soll sie wie andere Maßnahmen um maximal drei Monate zu verlängern können.

Wie ist die Rolle der Arbeitgeber?