Computer
IBM entwickelt Quantenprozessor mit 127 Qubits

IBM treibt die Entwicklung des Quantencomputers mit einem neuem Prozessor voran. Foto: Matthias Balk/dpa

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Derzeit liefern sich weltweit Spitzenlabors und Tech-Konzerne einen heftigen Wettkampf um die Entwicklung des Quantencomputers. Nun hat IBM mit einem neuen Prozessor die Messlatte erneut höher gelegt.

Der Technologiekonzern IBM hat einen neuartigen Quantenprozessor «Eagle» entwickelt, der deutlich leistungsfähiger ist als bisherige Systeme. Er könne sogar nicht mehr von einem traditionellen Supercomputer nachgeahmt werden, teilte IBM in Armonk (US-Bundesstaat New York) mit.

Quantencomputer sollen in einigen Jahren produktiv in verschiedensten Bereichen wie der Pharmaindustrie oder für das Knacken von Verschlüsselungen eingesetzt werden und gelten als Zukunftstechnologie.

Mit der neuen Technik überschreite man mit 127 Qubits auch erstmals die Schwelle von 100 Qubit. Für eine Simulation durch konventionelle Hochleistungsrechner wären nach Darstellung des US-Konzerns «mehr klassische Bits notwendig, als es Atome in jedem menschlichen Wesen auf dem Planeten gibt».

Traditionelle Computer arbeiten mit Bits. Ein Bit kann nur zwei Zustände annehmen: «Eins» und «Null» beziehungsweise «An» und «Aus». Quantencomputer arbeiten dagegen mit Qubits («Quanten-Bits»). Ein Qubit kann nicht nur «Eins» und «Null» darstellen, sondern theoretisch unendlich viele Zustände dazwischen und das gleichzeitig. Jedes dazu kommende Qubit verdoppelt die Anzahl der gleichzeitig darstellbaren Zustände, daher gilt die Zahl als Leistungsmerkmal. Allerdings wird die Leistung eines Quantencomputers von etlichen anderen Faktoren bestimmt.

IBM hat die Anzahl der Qubits in seinen Quantenprozessoren in den vergangenen Jahren…