US-Präsident Joe Biden hat seinen chinesischen Kollegen Xi Jinping vor einer Konfrontation zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften gewarnt. Es liege in ihrer beider Verantwortung, „dafür zu sorgen, dass der Wettbewerb zwischen unseren Ländern nicht in einen Konflikt ausartet, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt“, sagte er zu Xi bei einer mit Spannung erwarteten Videokonferenz.

Biden sprach sich in diesem Zusammenhang für „Leitplanken des gesunden Menschenverstandes“ aus. Beide Seiten müssten ehrlich sagen, „wo wir uns nicht einig sind, und zusammenarbeiten, wo sich unsere Interessen überschneiden, insbesondere bei wichtigen globalen Fragen wie dem Klimawandel“. Es gehe für beide Länder darum, verantwortungsvolle Führungsrollen in der Welt einzunehmen.

Globale Herausforderungen 

Xi rief seinerseits den US-Präsidenten, den er als „alten Freund“ bezeichnete, zu einer engeren Zusammenarbeit auf. „China und die Vereinigten Staaten müssen die Kommunikation und die Kooperation stärken“, erklärte Chinas Staats- und Parteichef. Beide Länder sollten sich gegenseitig respektieren und friedlich koexistieren. Auch müssten sie als ständige Mitglieder im Weltsicherheitsrat ihrer internationalen Verantwortung gerecht werden.

Immer mit am Tisch: Die Volksrepublik China und die Vereinigten Staaten haben im UN-Sicherheitsrat ein Vetorecht

Er wolle mit Biden „aktive Schritte unternehmen, um die Beziehungen zwischen China und den USA in eine positive Richtung zu bewegen“, wurde Xi von der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zitiert. Gute Beziehungen seien wichtig, um die Entwicklung in beiden Ländern voranzutreiben, ein friedliches und stabiles internationales Umfeld zu sichern und wirksame Antworten auf globale Herausforderungen wie den Klimawandel oder die Corona-Pandemie zu finden. 

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