Ex-Chefstratege
Trump-Gefährte Bannon stellt sich nach Anklage dem FBI

Steve Bannon, ehemaliger Chefstratege des Weißen Hauses, kommt in der FBI-Außenstelle in Washington an

© Jose Luis Magana/AP / DPA

Steve Bannon, früherer Chefstratege von Ex-US-Präsident Donald Trump, hat sich den Behörden gestellt. Der 67-Jährige war am Freitag wegen Missachtung des Kongresses in zwei Fällen angeklagt worden.

Der einstige Chefstratege von Ex-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hat sich nach einer Anklage wegen Missachtung des Kongresses den Behörden gestellt. Die Bundespolizei FBI teilte mit, Bannon sei am Montag im Washingtoner Büro der Behörde vorstellig geworden und festgenommen worden. Es wurde erwartet, dass er noch im Laufe des Tages vor einem Bundesgericht erscheinen würde.

Steve Bannon könnte Freiheitsstrafe drohen

Der 67-Jährige war am Freitag wegen Missachtung des Kongresses in zwei Fällen angeklagt worden. Bannon wird vorgeworfen, sich der Vorladung des Untersuchungsausschusses des Repräsentantenhauses zur gewaltsamen Erstürmung des Kapitols widersetzt zu haben, wie das US-Justizministerium am Freitag erklärte. Zudem habe er dem Gremium geforderte Dokumente nicht zur Verfügung gestellt. Im Falle einer Verurteilung könnte Bannon demnach pro Anklagepunkt eine Freiheitsstrafe von mindestens 30 Tagen und bis zu einem Jahr drohen.

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Nachdem sich Bannon geweigert hatte, bei den Untersuchungen zu kooperieren, hatte das Repräsentantenhaus Ende Oktober mit der Mehrheit der Demokraten den Weg für strafrechtliche Schritte gegen ihn freigemacht. Die Entscheidung über eine mögliche Anklage lag daraufhin in der Verantwortung des Justizministeriums.