Nach Vermittlung
US-Journalist Danny Fenster in Myanmar wieder frei

Buddy und Rose Fenster und ihr Sohn Danny Fenster (v.l.n.r.). Foto: Privat/dpa

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Seit Ende Mai saß der amerikanische Journalist Danny Fenster im Insein-Foltergefängnis in Myanmar. Wenige Tage nach seiner Verurteilung ist er nun freigekommen – dank eines prominenten Vermittlers.

Der seit fünfeinhalb Monaten in Myanmar inhaftierte und erst vor wenigen Tagen zu elf Jahren Haft verurteilte US-Journalist Danny Fenster ist überraschend freigelassen worden.

Der 37-Jährige sei nach einem «privaten humanitären Besuch» des ehemaligen US-Diplomaten Bill Richardson in dem Krisenland und persönlichen Verhandlungen mit Junta-Chef Min Aung Hlaing aus der Haft gekommen, hieß es am Montag in einer Mitteilung. «Dies ist der Tag, von dem man hofft, dass er kommt, wenn man diese Arbeit tut», erklärte Richardson, der in der Vergangenheit auch schon bei Geiselnahmen vermittelt hat.

Fenster, ein leitender Redakteur des englischsprachigen Magazins «Frontier Myanmar», war Ende Mai unmittelbar vor dem Abflug in die USA am Flughafen von Yangon festgenommen worden. Er saß seither im für seine Foltermethoden berüchtigten Insein-Gefängnis in der größten Stadt Yangon.

Erst am Freitag war Fenster zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Bei dem Urteil ging es um drei Anklagepunkte, darunter Anstiftung zum Aufruhr. In der vergangenen Woche hatte die Justiz in dem Krisenland zudem Anklage in zwei weiteren Punkten – Terrorismus und Aufruhr – gegen ihn erhoben. Dafür drohte ihm nach Auffassung seines Anwalts eine lebenslange Haftstrafe. Die Militärjunta in Myanmar geht seit dem Putsch von Anfang Februar hart gegen alle kritischen Stimmen vor.

«Danny und das Richardson-Team werden in den nächsten…