Mecklenburg-Vorpommern
Schwesig als Ministerpräsidentin wiedergewählt

Die wiedergewählte Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern: Manuela Schwesig. Foto: Jens Büttner/dpa

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Manuela Schwesig ist in ihrem Amt als Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt worden. Doch nicht alle Abgeordneten der rot-roten Koalition stimmten für sie.

Überraschung im Schweriner Landtag: Bei der Wahl von Manuela Schwesig (SPD) am Montag zur Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern haben nicht alle Abgeordneten des neuen rot-roten Regierungslagers für die 47-Jährige gestimmt.

Schwesig erhielt im ersten Wahlgang 41 von 79 abgegebenen Stimmen. Das reichte – aber das Bündnis von SPD und Linke verfügt über 43 Stimmen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Sebastian Ehlers, kommentierte dies auf Twitter mit den Worten: «Der Fehlstart für die Linkskoalition ist perfekt.» Der Fraktionsvorsitzende der FDP, René Domke, konstatierte: «Das Vertrauen der Regierungsfraktionen ist nicht hundertprozentig.»

Beobachter hatten es für gesichert gehalten, dass Manuela Schwesig alle Stimmen des rot-roten Lagers bekommen würde. Nach geräuschlosen Koalitionsverhandlungen hatten Sonderparteitage von SPD und Linker am Samstag nahezu einstimmig den Koalitionsvertrag gebilligt. Mancher wollte auch nicht ausschließen, dass sie die eine oder andere Stimme aus der Opposition erhalten könnte.

Auch der Rostocker Politikwissenschaftler Wolfgang Muno reagierte überrascht auf das Wahlergebnis für Schwesig im Landtag. Zuvor sei keinerlei Kritik von der einen oder anderen Seite des neuen Regierungslagers groß geäußert worden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Offen sei, wer Schwesig seine oder ihre Stimme verweigert hat. Es könnten Muno zufolge SPDler sein, die mit dem «Personenkult» um Schwesig…