Großbritannien
Tödliche Autoexplosion in Liverpool gibt weiter Rätsel auf

Polizisten in Liverpool: Drei Männer wurden wegen Terrorismusverdachts festgenommen. Foto: Peter Byrne/PA/dpa

© dpa-infocom GmbH

Nach der Festnahme von drei Verdächtigen verdichten sich die Anzeichen, dass es sich um einen vereitelten Anschlag gehandelt haben könnte.

Die Explosion eines Autos in Liverpool mit einem Toten und einem Verletzten hat auch am Tag danach noch viele Rätsel aufgegeben.

Ein Mann war bei dem Vorfall am Sonntagvormittag vor einer Frauenklinik in der nordwestenglischen Stadt getötet worden, als das Auto in Flammen aufging.

Drei Männer im Alter zwischen 21 und 29 Jahren wurden wegen Terrorverdachts festgenommen. In mehreren Teilen der Stadt fanden Wohnungsdurchsuchungen statt. Auch am Montag waren noch Straßen teilweise abgesperrt, wie britische Medien berichteten. Die Polizei betonte jedoch, sie schließe hinsichtlich des Hintergrunds der Explosion nichts aus.

Bei dem Fahrzeug soll es sich um ein Taxi gehandelt haben. Der Verletzte ist nach Polizeiangaben der Fahrer. Er konnte Berichten zufolge am Montag bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Um wen es sich bei dem Toten handelte, war zunächst unklar. Die Polizei bestätige lediglich, dass das Opfer männlich war und noch vor Ort starb. Die Identität des Mannes müsse zuerst noch geklärt werden, hieß es in einer Polizeimitteilung.

Medien spekulierten unter Berufung auf angebliche Bekannte des Taxifahrers, bei dem Getöteten habe es sich um einen Fahrgast gehandelt, der einen Sprengsatz bei sich trug. Demnach soll der Fahrer das Auto verlassen haben, um sich in Sicherheit zu bringen, und den Mann anschließend eingesperrt haben. Die «Sun» feierte den Fahrer bereits als «Helden».