Die Terrorgefahr sei von „erheblich“ auf „schwerwiegend“ gesetzt worden, teilte die britische Innenministerin Priti Patel mit. Dies bedeutet, dass ein Anschlag sehr wahrscheinlich ist. Am Sonntag war eine selbstgebastelte Bombe in einem Taxi vor einem Krankenhaus in Liverpool explodiert. Ein Fahrgast wurde dabei getötet.

Nach Ermittlungen der eingeschalteten Anti-Terror-Polizei handelt es sich bei dem Toten um den mutmaßlichen Bombenbauer. Angaben der städtischen Behörden und Medienberichten zufolge hatte der Fahrer den Passagier vor der Frauenklinik im Taxi eingesperrt, nachdem dieser ihm verdächtig vorgekommen war. Das Fahrzeug explodierte kurz darauf und wurde in Brand gesetzt. Der Fahrer konnte sich leicht verletzt retten. Er wurde nach einer Behandlung im Krankenhaus bereits entlassen.

Das Video einer Überwachungskamera zeigt die Explosion des Autos vor der Klinik

Der getötete Passagier wurde laut Polizei noch nicht „formell identifiziert“. Die Ermittler glauben, seine Identität zu kennen, wollen sie aber aktuell nicht preisgeben. Zu einem möglichen Motiv und dem Ziel des anscheinend fehlgeschlagenen Anschlagsversuchs konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

Johnson mahnt zur Vorsicht

Premierminister Boris Johnson berief eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrats ein. Der Vorfall in Liverpool sei eine „deutliche Erinnerung, dass wir alle äußerst wachsam bleiben müssen“, sagte Johnson auf einer Pressekonferenz. Er versicherte, Großbritannien werde sich „nicht vom Terrorismus einschüchtern lassen“. Der Premier fügte hinzu: „Wir werden niemals denjenigen nachgeben, die uns mit sinnlosen Taten spalten wollen.“

Die Explosion ereignete sich am Sonntag kurz vor 11 Uhr (Ortszeit, 12 Uhr MEZ) vor der Frauenklinik von Liverpool und damit unmittelbar vor dem jährlichen landesweiten Gedenken an die Kriegstoten, das auch in der nahegelegenen Kathedrale der englischen Stadt begangen wurde. Der Zeitung „Liverpool Echo“ berichtet, an dem dortigen…