Gespräch mit Xi Jinping
Biden sieht USA in «hartem Wettbewerb» mit China

US-Präsident Joe Biden (l.) und Chinas Staatspräsident Xi Jinping. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

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Die Spannungen zwischen den wirtschaftlichen Riesen USA und China sind groß. Vor einer Videokonferenz gibt es zahlreiche Streitthemen. US-Präsident Joe Biden will auf klare Worte und Diplomatie setzen.

US-Präsident Joe Biden setzt nach Angaben des Weißen Hauses im Umgang mit China auf einen «harten Wettbewerb», will einen offenen Konflikt aber verhindern.

Diesen Kurs werde Biden in einer Videokonferenz mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping heute Nacht (Ortszeit, 01.45 Uhr MEZ Dienstag) vertreten, kündigte eine ranghohe Beamtin des Weißen Hauses in Washington an. Die USA erwarteten, dass sich China an internationale Normen halte.

«Die Vereinigten Staaten und die Volksrepublik China befinden sich in hartem Wettbewerb. Und wir glauben, dass intensiver Wettbewerb auch intensiver Diplomatie bedarf», sagte die Beamtin. Bei dem Treffen solle es daher darum gehen, den Kurs der US-Regierung klarzumachen, «um Missverständnisse zu vermeiden». Dabei werde Biden auch strittige Themen wie den Konflikt mit Taiwan, die Menschenrechte und Pekings Verhalten in bestimmten Wirtschafts- und Technologiesparten «sehr direkt und offen» ansprechen.

«Wir glauben, dieses Treffen auf höchster Ebene ist wichtig, um den Wettbewerb verantwortungsvoll zu managen», so die Beamtin. Bei der Videoschalte werden aus US-Sicht keine konkreten Ergebnisse erwartet. Vielmehr solle es darum gehen, die Kanäle der Kommunikation und Diplomatie offen zu halten. Ziel des US-Präsidenten sei es, «dass Wettbewerb nicht zu Konflikt führt». Die Regierung setze im Umgang mit China zudem auf eine engere Absprache und geschlossenes Auftreten mit ihren demokratischen Verbündeten.