In Glasgow haben rund 200 Staaten zwei Wochen lang über die Maßnahmen gegen den Klimawandel diskutiert und gestritten. Was hat das Treffen gebracht? Die Pressestimmen zur UN-Klimakonferenz.

Die UN-Klimakonferenz in Schottland hat den weltweiten Abschied von der Kohle eingeläutet. Erstmals in der Geschichte der Weltklimagipfel gab es dafür einen Konsens unter den rund 200 Staaten, auch wenn der in letzter Minute auf Druck Chinas und Indiens noch verwässert wurde. Was also hat das Treffen gebracht? War es nur „Blah Blah Blah“, wie Klimaaktivistin Greta Thunberg meinte oder ein wichtiger Schritt, aber nicht genug, wie UN-Generalsekretär António Guterres meinte? Oder doch der Durchbruch?

So blickt die Presse auf die Veranstaltung:

„Süddeutsche Zeitung“

„Viele haben in Glasgow so etwas wie die letzte Chance im Kampf gegen die Erderhitzung gesehen. Sie werden enttäuscht sein. Andere haben sich Schritte auf dem Weg aus der größten planetaren Krise gewünscht. Diese Schritte gibt es. Denn die Konferenz schlägt ein neues Kapitel im internationalen Klimaschutz auf. Die Staaten bewegen sich weg vom Streit um das Kleingedruckte, hin zu ganz konkreten Schritten. Wie das Kapitel endet, ist ungewiss. Aber es beschreibt einen Aufbruch.“

„Reutlinger General-Anzeiger“

„Aber klar ist auch: Bis jetzt sind alles Absichtserklärungen, die auf einem bekanntlich geduldigen Papier stehen. Diese Absichten werden erst dann wertvoll, wenn sie in die Praxis umgesetzt werden. Und klar ist auch: Unterm Strich ist es in der Tat zu wenig, was auf solchen Konferenzen vereinbart wird. Es braucht wahrscheinlich noch etliche Massen-Demonstrationen, Natur-Katasrophen und Preis-Explosionen, bis sich die Staaten der Welt auf die Maßnahmen einigen, die wirklich notwendig sind, um diese Erde zu retten.“

„Rhein-Zeitung“