Schnellerer Klimaschutz
Weniger Kohle, mehr Geld: Die wichtigsten Beschlüsse der Weltklimakonferenz im Überblick

Ursprünglich war in der Vereinbarung der Weltklimakonferenz der Ausstieg aus der Kohleverbrennung vorgesehen. Der Passus wurde auf Intervention von China und Indien zum Ärger vieler Länder aber abgeschwächt.

© Patrick Pleul / DPA

Es gab Tränen, Wutausbrüche und Jubel – und nun ist die Weltklimakonferenz nach zwei Wochen zäher Verhandlungen vorbei. „Hier ist eine kurze Zusammenfassung: Blah, blah, blah“, ätzte Greta Thunberg aus der Ferne. Andere sehen aber auch Fortschritte.

Die UN-Klimakonferenz in Schottland hat mit einem als historisch gefeierten Beschluss den weltweiten Abschied von der Kohleverbrennung eingeläutet. Erstmals in der Geschichte der Weltklimagipfel gab es dafür einen Konsens unter den rund 200 Staaten. Der am Samstagabend nach leidenschaftlichen Diskussionen gebilligte „Klimapakt von Glasgow“ enthält zudem die Forderung, „ineffiziente“ Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen. Die Formulierung wurde allerdings in letzter Minute auf Druck Chinas und Indiens abgeschwächt.

Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) lobte den Deal dennoch. „Das fossile Zeitalter geht zu Ende, die Energiewende wird weltweit zum Leitbild“, sagte sie. Der US-Klimabeauftragte John Kerry sagte, in Verhandlungen dürfe das vermeintlich Perfekte nie dem Guten im Wege stehen. „Und das hier ist gut.“

Weltklimakonferenz: Die Politik feiert, Thunberg übt Kritik

Die weltweit bekannteste Klimaaktivistin Greta Thunberg zog hingegen eine vernichtende Bilanz des auch als COP26 bezeichneten Gipfels. „Die COP26 ist vorbei. Hier ist eine kurze Zusammenfassung: Blah, blah, blah“, twitterte die Schwedin. Sie war zur Halbzeit des Gipfels zusammen mit Zehntausenden Demonstranten auf die Straße gegangen und dann…