Nach 25 Jahren
MotoGP-Legende Valentino Rossi sagt „Ciao!“ und tauscht zwei gegen vier Räder

Valentino Rossi (M.r.) und sein Team nehmen Abschied. Sein Ruhm nahm auch keinen Schaden, als die großen Erfolge ausblieben.

© Jose Jordan / AFP

Mit 42 Jahren tritt Motorrad-Legende Valentino Rossi vom Rennsport auf zwei Rädern zurück. Neunmal gewinnt der Italiener die Weltmeisterschaft. Er prägt den Sport wie kein anderer.

Eine Ära ist zu Ende, ein Großer des Motorradsports sagt Lebewohl. Valentino Rossi hat beim Saisonfinale der MotoGP den Schlusspunkt unter seine lange Zweirad-Karriere gesetzt. Im spanischen Valencia startete die PS-Legende zum letzten Mal bei einem Grand Prix und wurde Zehnter. Mit einem Feuerwerk und Standing Ovations feierten ihn die Fans nach der Zieldurchfahrt.

Mit 432 Starts, 89 Siegen und 199 Podestplätzen in der MotoGP ist Rossi Rekordhalter. Von 1996 bis 2021 nahm der Italiener an 26 Weltmeisterschaften teil und holte in diesem Zeitraum neun Titel. Siebenmal setzte sich Rossi in der Königsklasse MotoGP durch. „Ich bin so etwas wie eine Ikone geworden, und das ist wunderbar“, sagte er mit Stolz, aber auch mit Wehmut in der Stimme. Den WM-Titel hatte sich bereits zwei Rennen zuvor der Franzose Fabio Quartararo (Yamaha) gesichert.

Titel Nummer zehn blieb Rossi verwehrt

Für Aufsehen hatte der heute 42-Jährige gesorgt, als er Ende 2003 von Honda zu Yamaha wechselte und damit viel riskierte. Doch der Poker ging auf: Rossi setzte seine Erfolgsserie fort. Der erste Titelgewinn mit Yamaha zählt zu den größten Erfolgen für den Mann mit der Startnummer 46. „Das Motorrad steht heute in meinem Schlafzimmer“, sagte der Italiener, der sich bei seinen Fans unsterblich machte. Die Farbe Gelb dominierte jahrelang die Tribünen der WM-Läufe.

Sein Ruhm nahm auch keinen Schaden, als die großen Erfolge…