Totgesagte fliegen länger
Die Rückkehr des Super-Jumbos A380

Ein Airbus A380 von Qantas Airways startet vom Flughafen Dresden. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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In der Corona-Krise schien dem größten Passagierflugzeug der Welt endgültig die Luft auszugehen. Doch nun kehrt die A380 von Airbus bei einigen Gesellschaften zurück in die Flugpläne.

Für den Super-Jumbo Airbus A380 sind die Strecken von London nach Frankfurt oder Madrid nicht viel mehr als kleine Hopser.

Trotzdem fliegt British Airways die europäischen Verbindungen gerade täglich mit dem weltweit größten Passagierflugzeug, um ihre Crews auf den vorgeschriebenen Trainingsstand zu bringen. Im Winter geht es dann wieder nach Miami, Dubai oder Los Angeles.

Totgesagte fliegen länger, denn eigentlich schien die A380 eines der ersten wirtschaftlichen Corona-Opfer zu werden. Ab März 2020, in denen Grenzen geschlossen und der internationale Luftverkehr zunächst nahezu vollständig stoppte, brauchte niemand ein Flugzeug, das in durchgehender Economy-Bestuhlung mehr als 800 Menschen transportieren kann.

Raus aus der Langzeitlagerung

Die Briten sind nicht die einzigen, die ihre größten Jets nun wieder aus der Langzeitlagerung holen. Nach einer Aufstellung des Luftverkehrsexperten Andreas Spaeth schicken auch Qatar, Emirates, die japanische ANA, Qantas und Singapore Airlines die Riesenflieger wieder auf lange Reisen.

Die Lufthansa hingegen hat das Kapitel offiziell geschlossen. Das sei kein Thema mehr, hatte Chef Carsten Spohr noch zur Vorstellung der Quartalszahlen gesagt. Die 14 Maschinen stehen eingemottet im spanischen Teruel, sechs davon hat Airbus bereits zu einem ungenannten Preis zurückgenommen. Am Frankfurter Flughafen, wo eigens eine…