Klimakrise
COP26: Durchbruch oder nur «Bla, bla, bla»?

Wasserdampf steigt in Brandenburg am frühen Morgen aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Nach zwei Wochen zäher Verhandlungen ist die Weltklimakonferenz in Glasgow vorbei. Die einen feiern einen «historischen Beschluss». Andere hingegen sehen die Alarmstufe immer noch auf Rot.

Politiker sprechen von historischen Beschlüssen, Klimaaktivisten von «Bla, bla, bla». Das ist rausgekommen, bei der zweiwöchigen UN-Klimakonferenz in Glasgow:

Weniger Kohleverbrennung und Stopp für Subventionen

Eingeläutet wurde der Abschied von der klimaschädlichen Kohleverbrennung. Erstmals in der Geschichte der Weltklimagipfel gab es dafür einen Konsens unter den rund 200 Staaten. Sie werden auch aufgefordert, «ineffiziente» Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen. Die Formulierung zu Kohle wurde allerdings in letzter Minute auf Druck Chinas und Indiens abgeschwächt: Statt von einem Ausstieg (phase-out) nun nur noch von einem schrittweisen Abbau (phase-down) die Rede. Schon in den ersten Tagen hatten sich mehr als 40 Staaten konkret zum Abschied von der Kohle bekannt. Die Industriestaaten wollen demnach in den 30er Jahren aussteigen, andere spätestens in den 40er Jahren. Außerdem sagte eine Reihe von Staaten zu, nicht mehr in Kohle, Öl und Gas zu investieren – darunter mit etwas Verspätung auch Deutschland.

Bekenntnis zum 1,5-Grad-Ziel

Die Länder bekennen sich klar zum Ziel, die Erderwärmung bei 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu stoppen – und nicht nur bei deutlich unter zwei Grad, wie es im Pariser Klimaabkommen heißt. Dazu sollen sie bis Ende 2022 ihre bislang unzureichenden Klimaschutzpläne für dieses Jahrzehnt…