Ausgangslage:

Beim Großen Preis von Brasilien in Sao Paulo steht ein Mercedes-Pilot auf dem ersten Startplatz, allerdings ist es nicht Weltmeister Lewis Hamilton, sondern sein Teamkollege Valtteri Bottas. Der Finne setzte sich in der Sprint-Qualifikation am Samstag vor dem WM-Führenden Max Verstappen im Red Bull und Carlos Sainz jr. im Ferrari durch. Für Hamilton lief das Wochenende auf der traditionsreichen Strecke von Interlagos überhaupt nicht nach Wunsch: Zunächst wurde ihm vor der Sprint-Quali am Samstag nach langen Beratungen eine drakonische Strafe aufgebrummt. Weil er im freien Training mit einem irregulären Heckflügel gefahren war, versetzte ihn die Jury für den Sprint an den letzten Startplatz. Hamilton schaffte das Kunststück, sich in nur 24 Runden von Rang 20 um 15 Positionen nach vorne auf Position fünf zu kämpfen.

Allerdings war nach dem Rennen in Mexiko auch ein Motorenteil bei Hamiltons Wagen getauscht worden, so dass der aktuelle WM-Zweite nach dem Regelwerk fünf Startplätze verliert und nur von Rang zehn ins 19. Saisonrennen geht. Sein großer Titelrivale Verstappen, der die WM mit 21 Punkten anführt, steht auf Position zwei. Für die beiden deutschen Fahrer lief das Qualifying unspektakulär: Sebastian Vettel startet direkt vor Hamilton von Position neun, Mickj Schumacher geht im unterlegenen Haas von Startplatz 19 ins Rennen.

Stimmen:

Lewis Hamilton (Mercedes): „Es war niederschmetternd, aber man darf sich davon nicht aufhalten lassen. Es ist noch nicht vorbei.“

Helmut Marko (Red-Bull-Motorsportberater): „Wir müssen an Bottas vorbeikommen, sonst bestimmt er das Tempo und wird so trödeln, dass Hamilton rankommen kann. Ich bin überzeugt, dass es Hamilton schafft, zumindest auf Platz vier zu fahren.

Sebastian Vettel (Aston Martin): „Für uns war es das Maximum. Wir sind auf der Geraden viel zu langsam gewesen und haben unheimlich viel Zeit verloren. Ich weiß, dass es schwer wird, Punkte zu sammeln. Die Autos hinter uns sind schneller, die vor…