Mit einem Hammer-Schlag gab Konferenz-Leiter Alok Sharma am Samstagabend in Glasgow das Zeichen, dass es keine entscheidenden Einwände mehr gegen den Abschluss-Text gab, um den bis zur letzten Minute gerungen worden war. Dieser bringt Lichtblicke – hat aber auch Schattenseiten.

Die UN-Klimakonferenz hat die Staaten der Welt erstmals dazu aufgefordert, den Ausstieg aus der Kohle einzuleiten. Der nun von rund 200 Staaten gebilligte „Klimapakt von Glasgow“ fordert außerdem, „ineffiziente“ Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen.

Die wichtigsten Beschlüsse im Überblick: Aufruf zum Abschied von der Kohle. Statt von einem Ausstieg (phase-out) ist auf Druck der stark von Kohle abhängigen Staaten China und Indien nun nur noch von einem schrittweisen Abbau (phase-down) die Rede. Die Staaten werden zur Abkehr von der Kohleverstromung und zur Streichung der Subventionen für fossile Energieträger aufgefordert. Diese Passage wurde im Zug der Konferenz Schritt für Schritt abgeschwächt. Nun bezieht sich der „Glasgower Beschluss“ nur noch auf Kohle, bei der nicht mithilfe von CCS-Technologie CO2 gebunden werden kann, und „ineffiziente“ Subventionen. Der Begriff „ineffizient“ ist nicht näher definiert. Bekenntnis zum 1,5-Grad-Ziel und Minderung von Treibhausgasen. Am Ende der Weltklimakonferenz haben sich alle COP26-Teilnehmer dazu bereit erklärt, Maßnahmen zu ergreifen, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu stoppen. Dazu sollen sie bis Ende 2022 ihre bislang unzureichenden Klimaschutzpläne nachschärfen. Dies bleibt aber freiwillig, es gibt keine Pflicht. In der Erklärung wird festgehalten, dass der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase weltweit noch in diesem Jahrzehnt um 45 Prozent sinken muss, wenn das 1,5-Grad-Limit in Reichweite bleiben soll.

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