CDU-Vorsitz
Merz, Röttgen oder Braun: CDU vor neuem Machtkampf

Das CDU-Logo an der Parteizentrale, dem Konrad-Adenauer Haus in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa

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Nach ihrem katastrophalen Ergebnis bei der Bundestagswahl will sich die CDU neu sortieren. Merz, Röttgen oder Braun: Der künftige Vorsitzende muss die Partei einen und in der Opposition profilieren.

Es ist viel von Erneuerung die Rede in der CDU – personell wie bei den Inhalten. Doch am Anfang steht ein Machtkampf um die Führung der Partei – der dritte innerhalb von nur drei Jahren.

Nach dem Außenpolitiker Norbert Röttgen und dem geschäftsführenden Kanzleramtschef Helge Braun dürfte an diesem Montagabend auch Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz seine Bewerbung für die Parteispitze offiziell machen. Merz, Röttgen und Braun stehen für unterschiedliche Politikstile und Ausrichtungen der Partei. Doch alle drei stehen vor den gleichen riesigen Herausforderungen.

Nach dem historischen Desaster mit nur noch 24,1 Prozent bei der Bundestagswahl suchen die in der Ära von 16 Jahren Kanzlerin Angela Merkel regierungsverwöhnten Christdemokraten ihre Aufstellung für harte Oppositionsjahre. Der Nachfolger des nach nicht einmal einem Jahr bei der Bundestagswahl auch als CDU-Chef gescheiterten früheren NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet muss schwierige Aufgaben gleichzeitig meistern: Einer völlig verunsicherten CDU neues Selbstvertrauen geben und eine weitere Spaltung verhindern. Das schwer beschädigte Verhältnis zur kleinen bayerischen Schwester CSU kitten. Eine neue inhaltliche Profilierung vorantreiben – und auch noch kraftvoller Oppositionsführer sein.

Keiner der drei prominenten Kandidaten wird das im Solo schaffen, allen dürfte das bewusst sein. Jünger soll das CDU-Führungsteam in Präsidium und Vorstand künftig sein, und weiblicher. Doch auch…