Tourismus
Vertrackte Urlaubsplanung – der Streit über die Sommerferien

Mit Badegästen und Strandkörben gut gefüllt, aber nicht überlaufen, ist an einem sonnigen Tag im Sommer dieses Jahres der Ostseestrand in Timmendorfer-Strand. Foto: Markus Scholz/dpa

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Der Sommerferienkalender endet im Moment im Jahr 2024. Wer darüber hinaus planen will, muss sich noch gedulden. Über die Verteilung der Ferientermine in den Bundesländern ab 2025 wird noch gestritten.

Die schönste Zeit des Jahres gehört fast schon traditionell zu den größten Streitthemen in der Bildungspolitik. Wann darf welches Bundesland in die Sommerferien – jedes Mal wenn die neue Langfristplanung für ganz Deutschland festgezurrt werden muss, wird es haarig zwischen den Ländern.

Demnächst soll die Entscheidung über den Sommerferienplan von 2025 bis 2030 fallen.

Thema immer wieder vertagt

Bis 2024 stehen die Sommerferien in Deutschland fest. Im geltenden Langzeitplan von 2018 bis 2024 erstrecken sie sich im Schnitt jeweils über einen Zeitraum von 82 Tagen. Je nach Jahr und Bundesland liegt der Beginn frühestens am 20. Juni und das Ferienende spätestens am 13. September. Seit mittlerweile zwei Jahren beraten die Länder über den Folge-Ferienplan von 2025 bis 2030, konnten sich bisher aber nicht einigen. Ein einstimmiger Beschluss in der Kultusministerkonferenz (KMK) ist nötig. Mehrmals wurde das Thema vertagt. Im Dezember sollen die Termine nun festgelegt werden, sagte ein KMK-Sprecher auf Anfrage. Die KMK tagt am 9. Dezember.

Warnung vor überfüllten Stränden

In bisherigen Entwürfen für die neue Ferienplanung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, erstrecken sich die Sommerferien über durchschnittlich 79 Tage. Die Tourismusbranche kritisiert das: «Leidtragende eines zu eng bemessenen Korridors sind…