Kurzes Vergnügen
Kuriose Szene: Fußballer sieht nach 20 Sekunden die Rote Karte

Der Ellenbogenschlag von Ricard Fernández traf Kamil Glik von den weiß gekleideten Polen

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Das Spiel ist erst wenige Sekunden alt, ein langer Ball soll Andorras Angreifer Ricard Fernandez finden, doch der findet nur seinen Gegenspieler – mit einem Ellenbogenschlag. Dafür muss er so früh vom Patz wie wohl kaum jemand vor ihm.

So hatte sich Ricard Fernandez seinen Arbeitstag vermutlich nicht vorgestellt. Der Angreifer aus Andorra sah im WM-Qualifikationsspiel gegen Polen bereits nach wenigen Sekunden die Rote Karte. Sein Team hatte kurz nach Anpfiff der Partie am Freitagabend den Ball weit ins Feld der Gegner geschlagen, doch noch bevor der Ball bei Fernandez ankam hatte dieser seinem Gegenspieler Kamil Glik bereits den Ellenbogen gegen den Kopf gerammt. Der Schiedsrichter sah die Aktion und wertere sie als absichtlichen Schlag. Trotz zahlreicher Proteste der Spieler aus Andorra verwies der Referee Fernandez des Feldes, und das nach handgestoppten 20 Sekunden. Der Ellenbogenschlag hatte sich bereits nach nur zehn Sekunden ereignet.

Fernandez flog damit zwar schnell vom Platz, es geht jedoch noch schneller: Ein walisischer Amateur-Fußballer reagierte vor etwas mehr als 20 Jahren mal mit „Fuck me, that was loud“ auf den Anpfiff und sah nach zwei Sekunden wegen „foul language“ die Rote Karte. Ein Spieler des Chippenham Town FC bekam darüber hinaus mal die Rote Karte für ein Foul nach drei Sekunden.

Fußballzwerg Andorra war ohnehin als krasser Außenseiter in die Partie gegangen. Nach der zusätzlichen Schwächung durch den frühen Platzverweis hatten die Gäste um Superstar Robert Lewandowski in den folgenden 89 Minuten leichtes Spiel: 4:1 stand es am Ende für Polen, Lewandowski hatte zwei der Treffer erzielt. 

Polen hat sich Platz zwei…