COP26
Klimagipfel zieht sich – Abschluss soll nachmittags stehen

Ein Einhornkopf liegt am Abend vor dem Gelände der UN-Klimakonferenz COP26 auf der Straße. Sogenannte «Carbon Unicorns» (CO2-Einhörner) sind ein Symbol für Scheinmaßnahmen für den Klimaschutz. Foto: Christoph Soeder/dpa

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Wie von vielen Delegierten befürchtet ziehen sich die Verhandlungen der UN-Klimakonferenz. Nach Debatten über Nacht soll in Glasgow erst mit etwa 24 Stunden Verspätung der finale Hammer fallen.

Verlängerung bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow: Erst frühestens an diesem Samstagnachmittag ist mit einem Abschluss zu rechnen. Dies teilte die Beraterin der britischen COP-Präsidentschaft, Camilla Born, auf Twitter mit.

Stundenlange Debatten über ein weltweites Stoppsignal für die Kohle und über mehr Hilfszahlungen an arme Länder hatten den Abschluss des Gipfels ausgebremst. Geplantes Ende war Freitagabend.

Nun soll nach weiteren Verhandlungen über Nacht erst morgens gegen 09.00 Uhr (MEZ) ein neuer Entwurf für die Abschlusserklärung vorliegen. Eine weitere Plenarsitzung werde nicht vor 11.00 Uhr (MEZ) einberufen, und der Abschluss dann für nachmittags angestrebt.

Umweltverbände: COP26 darf keine «Luftnummer» werden

Umweltverbände hatten zuletzt vor Verwässerungen im geplanten Abschlussdokument in letzter Minute gewarnt, forderten mehr Einsatz der Bundesregierung und mahnten, die COP26 dürfe keine «Luftnummer» werden.

Am Abend meldeten sich inmitten der stockenden Verhandlungen auch die Regierungschefs von Großbritannien und Italien, Boris Johnson und Mario Draghi, zu Wort. Beide erklärten nach einem Telefonat, es müsse Fortschritte geben bei den bislang unzureichenden Zusagen der Staaten, ihren Ausstoß klimaschädlicher…