Medienbericht
Bundeswehr will bis zu 12.000 Soldaten wegen Corona-Notlage mobilisieren

Soldaten der Bundeswehr in einem Impfzentrum am ehemaligen Flughafen Schönefeld. Die Aufnahme entstand im Januar 2021.

© Patrick Pleul / DPA

Seit Beginn der Corona-Pandemie unterstützen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr überlastete Kliniken und Gesundheitsämter. In den kommenden Wochen sollen Tausende mehr mobilisiert werden, berichtet der „Spiegel“.

Die Bundeswehr bereitet sich laut „Spiegel“ auf eine bundesweite Corona-Notlage vor. Der zuständige Generalleutnant Martin Schelleis wolle bis zu 12.000 Soldaten und Soldatinnen zur Unterstützung der überlasteten Kliniken und Gesundheitsämter mobilisieren, berichtete das Magazin am Samstag. Zudem sollen uniformierte Helfer demnach bei den Auffrischungsimpfungen und der Ausweitung von Schnelltests vor Pflegeheimen und Hospitälern bereitstehen.

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagte der Nachrichtenagentur AFP, die aktuelle Entwicklung der Infektionslage führe auch zu einem Anstieg der Amtshilfeanträge. Mit ihnen fordern die Kommunen Nothilfe der Bundeswehr an. „Deswegen stehen wir auch über die nächsten Wochen flexibel für Hilfeleistungsersuchen zur Verfügung.“

Das Personal-Kontingent für die Corona-Hilfe sei in den vergangenen Wochen auf derzeit 3000 Soldatinnen und Soldaten reduziert worden. Eine Anpassung des Personal-Kontingents sei situationsabhängig „jederzeit möglich“, sagte der Sprecher. Detaillierte Zahlen wollte er aber nicht nennen. 

Bericht: Mobilisierung von bis zu 12.000 Soldaten

Der „Spiegel“ beruft sich auf eine Vorlage, die Generalleutnant Schelleis am Freitag an das Verteidigungsministerium geschickt habe. Demnach sollen bis Ende November bereits 6000 uniformierte Helfer bereitstehen, bis zur Weihnachtszeit dann gut 12.000….