Freizeit
Kletterhallen hoffen auf erneuten Boom nach Corona-Delle

Ein Sportler klettert in einer Kletterhalle die Wand hinauf. Foto: Felix Kästle/dpa

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Jahrelang öffneten immer neue Kletterhallen. Dann mussten die Betreiber wegen zweier Lockdowns über Monate schließen. Nun wollen viele Kletterer wieder hoch hinaus.

Nach zwei Lockdowns und eingebrochenen Einnahmen hoffen die Betreiber von Kletter- und Boulderhallen auf einen erneuten Boom.

Die Nachfrage sei schon jetzt wieder groß, sagte eine Sprecherin des Kletterhallenverbands Klever im niedersächsischen Uetze. Oft dürften die Hallen aber nicht mit voller Kapazität öffnen.

Die zweimalige Schließung hätten die Betreiber vor allem dank staatlicher Hilfen überstanden, sagte die Sprecherin. «Die Kletterhallen haben während des Lockdowns, so weit wir das mitbekommen haben, alle Unterstützung bekommen. Von unseren Mitgliedern musste keiner schließen.» In dem Verband sind demnach 55 Betreiber von Kletter- und Boulderhallen in Deutschland organisiert.

Auch die Kletterhallen des Deutschen Alpenverbands (DAV) litten unter den Corona-Folgen, sagte DAV-Sprecher Markus Grübl. «Einige wenige Hallen erzielen zwar wieder Besucherzahlen wie vor der Pandemie, aber immer nur auf die Vergleichsmonate bezogen. Über das Jahr gerechnet fehlen die Eintritte der Schließzeiten.» Bei den meisten Hallen seien die Zahlen nach wie vor niedriger als vor der Pandemie, sagte Grübl. «Wir hoffen, dass sich nach Corona die Zahlen wieder auf die Vor-Corona-Zeit einpendeln.»

Fachmesse «Vertical Pro»

Probleme und Chancen der Branche werden bald auch in Friedrichshafen Thema sein: Am 19. November treffen sich Vertreter von Freizeit- und Industriekletterern sowie Hersteller von Ausrüstung dort…