Die Immobilienpreise kennen seit Jahren nur eine Richtung: steil nach oben. Die Coronakrise hat diesen Effekt noch befeuert, so dass die Preise für Wohnungen und Häuser abseits der stark nachgefragten Ballungsgebiete in die Höhe klettern. Gerade für junge Käufer, die sich mühsam etwas Geld zusammengespart haben, wird der Kauf so erschwert. Denn: Das Eigenkapital reicht gerade so für die Kaufnebenkosten, also die Grunderwerbsteuer, den Makler und den Notar. Eigenkapital, um die Kreditsumme zu drücken, bleibt da kaum übrig.

Doch schon wenige Tausend Euro können einen beträchtlichen Unterschied machen, haben die Experten von „Finanztest“ errechnet. Denn die Banken lassen sich die Vollfinanzierung und somit das erhöhte Risiko eines Kreditausfalls gut bezahlen. Bis zu einem Prozentpunkt zahlen Käufer mehr. Das sind einige Tausend Euro bei den hohen Kreditsummen. 

In einem Beispiel rechnen die Finanztester vor: Für eine Immobilie, die 400.000 Euro kostet, nimmt ein Käufer in der einen Rechnung 370.000 Euro und in der anderen 360.000 Euro auf. Die Differenz von 10.000 Euro hat aber große Auswirkungen. Denn der Käufer kann durch den höheren Eigenkapitalanteil bei einer 15-jährigen Laufzeit beispielsweise bei der Allianz knapp 32.000 Euro an Zinsen sparen, bei der Berliner Volksbank wären es rund 26.000 Euro. Bei der Berliner Sparkasse sind es immerhin noch rund 12.000 Euro Zinsersparnis. 

So raten die Finanztester, bei sehr wenig Eigenkapital mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen. Ein weiterer Tipp der Experten: Sichern Sie sich eine lange Zinsbindung. Die niedrigen Zinsen werden nicht immer so niedrig bleiben und können so schnell die Immobilie unbezahlbar machen. 

Weitere Tipps finden Sie in unserer Fotostrecke. Den gesamten Ratgeber von „Finanztest“ bekommen Sie gegen Gebühr unter www.test.de. 

kg