Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 50.196 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 249,1 einen neuen Höchstwert. Das RKI meldete zudem 235 neue Todesfälle.

Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage rät der Deutsche Ethikrat, eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen zu prüfen. „Der Rat empfiehlt angesichts der gegenwärtigen pandemischen Situation nun ohne Gegenstimme bei drei Enthaltungen eine ernsthafte und rasche Prüfung einer berufsbezogenen Impfpflicht in Bereichen, in denen besonders vulnerable Menschen versorgt werden“, teilte das Gremium, das die Bundesregierung berät, mit.

Stimmung hat sich dramatisch gedreht 

Bislang lehnen sowohl die scheidende Regierungskoalition als auch die mögliche Ampelkoalition eine berufsbezogene Impfflicht ab. In der Bevölkerung ist dagegen ein Stimmungswechsel zu erkennen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprach sich eine große Mehrheit der Befragten für eine solche Impfflicht aus: 44 Prozent würden es begrüßen, alle Menschen in Deutschland zur Immunisierung gegen das gefährliche Virus zu verpflichten. Weitere 24 Prozent wollen die Pflicht auf einzelne Berufsgruppen wie Pflegekräfte oder Krankenhauspersonal beschränken. Nur 27 Prozent sind generell gegen eine Impfpflicht.

Mit einer Impfaktion im Riesenrad versucht die Stadt Wernigerode die Impfbereitschaft zu steigern

Damit hat sich die Stimmung seit Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland vor knapp einem Jahr gedreht. Wenige Tage nach der ersten Impfung am 26. Dezember vergangenen Jahres hatten sich in einer YouGov-Umfrage noch 56 Prozent gegen eine allgemeine Impfpflicht und 33 Prozent dafür ausgesprochen. Die Haltung zu Impfungen für bestimmte Personengruppen wurde damals allerdings nicht abgefragt.

Politik unter Zugzwang

Immer neue Rekorde bei den…