Noch schnell den Fanschal zurechtgezupft, die deutsche Fahne über die Schultern gelegt und das Handy in die richtige Position gebracht. Valentina und Sophie haben sich für das letzte Heimspiel der DFB-Elf in diesem Jahr besonders schick gemacht und posieren kurz vor dem Spiel noch für das digitale Fotoalbum. „Seit Hansi Flick Trainer ist, hat sich einiges verändert“, sagt Sophie und erklärt: „Es fühlt sich so an, als gäbe es einen größeren Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Es sieht so aus, als hätten sie wieder mehr Spaß beim Fußballspielen.“ Ihre Freundin Valentina nickt zustimmend und ergänzt: „Wir waren auch schon beim letzten Spiel in Hamburg dabei. Es ist wieder richtig spannend der Nationalmannschaft zuzuschauen.“

Neben dem immer besser werdenden Fußball sind die beiden Freundinnen aber vor allem wegen einem Mann nach Wolfsburg gereist: Weltmeistertrainer Joachim Löw. „Wir haben ihm den WM-Titel zu verdanken und das werden wir nie vergessen“ – da sind sich die beiden Fans einig und erzählen stolz, dass sie auch extra ein Plakat mit der Aufschrift „Danke, Jogi“ für den 61-Jährigen gebastelt haben. Aus gutem Grund, denn der DFB nutzte das letzte Heimspiel des Jahres um sich bei Trainer Löw zu bedanken und ihn 135 tage nach seinem letzten Einsatz auf der Trainerbank offiziell zu verabschieden.

Sprechchöre für Joachim Löw

Und dafür waren nicht nur fast 26.000 Fans angereist, sondern auch einige ehemalige Nationalspieler, die 2014 gemeinsam mit Löw in Brasilien den vierten WM-Titel geholt hatten und sich in die Geschichtsbücher des DFB eingetragen hatten. Sie bildeten ein Spalier als Löw den Platz betrat. Sieben Jahre nach Rio de Janeiro und deutlich kälter als damals gab es noch einmal Standing Ovations für den 61-Jährigen. „Jogi Löw, Jogi Löw, Jogi Löw“ hallte es durch das Wolfsburger Stadion als der ehemalige Bundestrainer seine Abschiedsurkunde entgegen nahm. „Danke für alles, Deutschland. Es war mir eine große Freude“, wurde der…