1899 Hoffenheim gegen den FC Barcelona. Es ist das Duell zwischen deutscher Moderne und spanischer Tradition in der Champions League der Frauen. Wobei der Aufstieg des deutschen Klubs vor allem auch den Leistungen der österreichischen Nationalspielerin Nicole Billa zu verdanken ist.

Ihre 23 Tore in der vergangenen Saison waren Bundesliga-Spitze und ein Grund dafür, dass Hoffenheim den Kampf mit Bayern München und dem VfL Wolfsburg um die Meisterschaft lange spannend halten konnte. Am Ende wurde Hoffenheim Dritter. „Ich hatte das Glück dass die Mannschaft in der letzten Saison einfach sehr gut zusammengearbeitet hat“, sagt Billa der DW.

Wenig gemeinsam mit Kollege Lewandowski

Für ihre Erfolge in der vergangenen Saison wurde Nicole Billa als Deutschlands Fußballerin des Jahres geehrt – wie der Pole Robert Lewandowski bei den Männern. „Die Auszeichnung war eine große Überraschung und macht mich stolz“, sagt Billa. „Aber er macht seinen Job in seiner Liga und ich mache meinen Job in meiner Liga. Das Einzige, was wir gemeinsam haben, ist, dass wir beide Stürmer sind und aus verschiedenen Ländern kommen.“

Die andere Gemeinsamkeit ist aber offenbar, dass beide wissen, wie man Tore schießt. Das wusste Billa auch schon zu ihrer Zeit bei St. Pölten in ihrem Heimatland Österreich. Als 18-Jährige war sie in der Saison 2013/14 mit 24 Toren beste Torschützin in der österreichischen Liga und legte in der darauffolgenden Saison 27 Treffer nach. Hoffenheim wurde auf sie aufmerksam und verpflichtete die damals 19 Jahre alte Stürmerin für die Saison 2015/16.

Erfolgreich schon in St. Pölten, dann folgte erstmal ein Karriereknick

Doch dort angekommen sank ihre Torquote zunächst, was daran gelegen haben dürfte, dass in der deutschen Bundesliga schneller, intensiver und körperbetonter gespielt wird. Trotzdem stand der Verein hinter ihr und verlängerte den Vertrag mehrmals, obwohl sie in ihren ersten vier Spielzeiten keine zweistellige Torquote erreichte.

Wenn es bei…