Neues Arbeitsgesetz
In Portugal ist jetzt illegal, wenn der Chef nach Feierabend noch Nachrichten schreibt

Arbeiten Angestellte in Portugal im Homeoffice, darf der Chef künftig keine Nachrichten nach Feierabend mehr schreiben

© Fleig / Eibner-Pressefoto/ / Picture Alliance

Der Feierabend ist dazu da, sich zu entspannen und Kräfte vor dem nächsten Arbeitstag zu sammeln. Doch viele bekommen auch abends oder am Wochenende noch Nachrichten von Vorgesetzten. In Portugal ist das nun verboten. 

„Kannst du noch mal schnell …“ oder „Bitte dem Kunden noch antworten“: Das sind keine Nachrichten, die man nach Feierabend noch erhalten möchte. Nichtsdestotrotz hat es sich in den vergangenen Jahren eingeschlichen, dass Vorgesetzte ihren Mitarbeitenden noch am Abend, am Wochenende oder sogar an Feiertagen Nachrichten zukommen lassen und um derartige „Gefallen“ bitten.

Die ständige Erreichbarkeit über Smartphones macht die Sache noch einfacher. Und auch, seit viele Menschen vermehrt aus dem Homeoffice arbeiten, verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit.

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Strafen für Arbeitgebende 

Portugals regierende Sozialistische Partei hat nun ein Gesetz verabschiedet, dass ebendiese Praxis gegenüber Menschen, die von zu Hause arbeiten, verbietet. Nach dem neuen Arbeitsgesetz können Arbeitgebende mit Strafen belegt werden, wenn sie ihre Mitarbeitenden nach Feierabend oder vor Arbeitsbeginn kontaktieren. Dies gilt allerdings nicht für Unternehmen mit weniger als zehn Angestellten. 

Außerdem sei es den Chefs untersagt, ihre Angestellten zu überwachen, während sie außerhalb des Büros arbeiten, schreibt „Lad Bible“. Als zu Beginn der Coronapandemie…